Unliebsamer Besuch
Manchmal wird das Naturverständis des Naturliebhabers auf eine harte Probe gestellt. Eigentlich ist uns Flora und Fauna ja grundsympathisch, doch wenn die lieben Wildtiere sich als zerstörungswütig erweisen, ist's doch recht ärgerlich. Worum geht's? Um den unliebsamen Besuch eines nicht näher bekannten Tieres an mehreren unserer Bienenstände mit einem beachtlichen Zerstörungspotential.
Das Tier hat versucht, von unten in die Bienenkästen einzudringen. Da die Kästen mit einem Bodenschieber und einem Bodengitter aus Metall ausgestattet sind, hat es diesmal nicht vollständig geklappt. Zeitgleich war der Wüterich aber beim Imkerkollegen Michael an einem Bienenstand bei Rüdisbronn erfolgreich. Dort konnte das Tier den Bodenschieber entfernen, den Metallgitterboden erfolgreich knacken, von unten in den Kasten eindringen und das Wabenwerk mit den Futtervorräten vertilgen. Das Bienenvolk hat die Attacke nicht überlebt.
Auf unseren Ständen ist es bei Sachschäden geblieben, die Verriegelung, die Bodenschieber und das Holz des Bodens hat der Eindringling gründlich zerbissen. Und dann die herausgezerrten Bodenschieber in einige Entferung weggetragen und - scheinbar "wütend" - in kleinste Teile zerlegt.
Marder, Waschbär, Dachs oder gar ein Marderhund?
Keine Ahnung, wer einerseits so kräftig, so strategisch klug und auch so "wütend" vorgeht. Ein Jagdpächter nennt einen Waschbären als möglichen Übeltäter, letztendlich wissen wir aber nicht, wer der unliebsame Besucher war. Auf jeden Fall müssen wir aufrüsten und die Böden verstärken.
Es lebe die Tierliebe!